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Die trockene AMD

Die trockene altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Zellsterben durch zu viele Abbauprodukte verursacht die Netzhauterkrankung

Wie alle Körperzellen erneuern sich auch die Sinneszellen der Netzhaut regelmäßig. Die abgestorbenen Zellen werden dann vom Körper abtransportiert. Eine eingeschränkte Durchblutung im Alter zum Beispiel kann jedoch den Abbau der abgestorbenen Zellen stören. Sie lagern sich dann als weißlich-gelbliche Partikel (Drusen) in der Pigmentschicht der Netzhaut ein.

 

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Querschnitt der Netzhaut bei feuchter AMD

Verlauf der trockenen AMD

Die trockene AMD verläuft in der Regel langsam und die Seheinschränkungen sind oft über einen langen Zeitraum gering. Im Frühstadium der Makuladegeneration bilden sich vor allem Drusen. Diese können andere Zellen, wie die Sehzellen, schädigen und zu deren Absterben führen. Passiert dies anfangs zum Beispiel in Randbereichen der Makula, bemerken Patienten zunächst nur gewisse Seheinschränkungen durch Unschärfe, Verzerrungen, oder ein Verblassen der Farben.

Wenn im weiteren Verlauf das Zentrum der Makula betroffen ist, kann sich das Sehvermögen jedoch erheblich verschlechtern. Oft ist anfangs nur ein Auge von der Erkrankung betroffen. In diesem Fall gleicht das andere Auge die die Beeinträchtigung aus. Daher wird die Erkrankung am Anfang häufig nicht bemerkt. In den meisten Fällen sind jedoch beide Augen im Laufe der Zeit von der Netzhauterkrankung betroffen.

Die Spätform der trockenen altersbedingten Makuladegeneration (AMD)

Die Geographische Atrophie (GA) ist eine fortschreitende, irreversible Augenerkrankung und stellt das fortgeschrittene Stadium der trockenen altersbedingten Makuladegeneration (AMD) dar. In diesem Stadium kommt es zur Rückbildung des äußeren Netzhautgewebes im Bereich der Makula – dem zentralen Teil der Netzhaut, der für scharfes Sehen verantwortlich ist. Die Degeneration beginnt meist am Rand der Makula und kann sich bis ins Zentrum, der sogenannten Fovea, ausdehnen. In den betroffenen Bereichen sind die Netzhautzellen nicht mehr in der Lage, Lichtreize und Bilder zu verarbeiten. Patienten nehmen diese Schäden als Flecken im Sichtfeld wahr.

 

Symptome der Geographischen Atrophie

Die Erkrankung zeigt sich durch eine Vielzahl von Symptomen, die sich meist schleichend entwickeln. Typische Anzeichen sind:

 

  • Einschränkungen der zentralen Sehschärfe
  • Verschlechterte Lesefähigkeit und Gesichtserkennung
  • Probleme beim Sehen in der Dunkelheit und bei der Anpassung an schwache Lichtverhältnisse (Dunkeladaption)
  • Deutlich eingeschränkte Sehfähigkeit bis hin zum Verlust des zentralen Sehens, falls die Fovea betroffen ist

 

Die Therapie der Geographischen Atrophie wird von den Behörden in verschiedenen Ländern unterschiedlich gehandhabt. In Europa gibt es aktuell keine zugelassenen Behandlungsmöglichkeiten für die Betroffenen, es wird jedoch weiter an geeigneten Behandlungsmethoden geforscht. Ziel der Methoden soll es sein, die Degeneration der Netzhautzellen zu verlangsamen und den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen.

Folgen und Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration

Die trockene altersbedingte Makuladegeneration ist die häufigere Form der AMD. Rund 80 Prozent der AMD-Patienten leiden darunter. Aus ihr kann sich im späteren Stadium eine feuchte AMD entwickeln. Während es derzeit keine medizinisch belegte Therapie der trockenen Form gibt, kann die feuchte AMD effektiv mit so genannten VEGF-Hemmern behandelt werden.

 

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